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Protokoll Session "Wisdom pitch" (Willi Schroll)

27.03.2015 16:07 von Jan Theofel (Kommentare: 0)

In der Session "Wisdom pitch" durfte jeder der Teilnehmer eine Sache vorstellen, die dieser Person in den letzten Monaten besonders wichtig war. Dabei haben wir folgende Impulse und Tipps zusammengetragen.

(Einen Überblick über alle Sessions und deren Dokumentation zum LifeWorkCamp 2015 in Berlin findest du hier.)

Überblick über die Themen der Session

"body balance" - Entscheidungsfindung über den Körper

Susanne Lorenz stellte die Methode "body balance" zur Entscheidungsfindung vor, die vor allem für sehr kopflastige Menschen hilfreich ist. Dabei werden beide Varianten einer Entscheidung zusammen mit Pro- und Contra-Argumenten jeweils auf einen Zettel geschrieben. Diese mischt man und stellt sich mit beiden Füßen auf je eine der beiden Varianten. Achte darauf, wo eine Körperreaktion (z.B. ein Kribbeln im Bein, der Arm sinkt auf der Seite, etc.) auftritt. Diese Variante wird von deinem Unterbewusstsein bevorzugt. So umgehst du deinen Kopf und damit eine kopflastige Entscheidung.

Dunkelretreat

Martin Rudolph stellte seine Erfahrungen mit einem Dunkelretreat vor. Dabei begab er sich 10 Tage in vollständige Dunkelheit - auch während dem Essen, Körperpflege, etc. Dies dient der Selbsterfahrung, Rauskommen, Entspannen, Fokus ausrichten, spirituellen Erfahrungen und bringt einen "Zwang" zur vollständigen Ruhe. Es richtet den Fokus auf innere Erfahrungen, weil alle äußeren Ablenkungen (Lesen, Musik hören, elektronische Geräte, ...) in der Dunkelheit nicht vorhanden sind. Martin bezeichnet die 10 Tage als "die beste Zeit seines Lebens". Er habe viel Klarheit gewonnen. Neue Wege und Ziele seien aus ihm heraus aufgetaucht.

Weitere Teilnehmer in der Session, die bereits Dunkelretreats durchgeführt haben, sind Martin Glanert (seine Frau bietet diese in Deutschland und Indien an) und Jan Theofel.

Barfußschuhe von Leguano

Jan Theofel stellt die Barfußschue von Leguano vor, die er bis auf seltene Ausnahmen immer trägt. Dabei stellt sich wieder ein natürlicher Gang auf dem Ballen mit einem Absenken des Fußes nach hinten ein. Dies ist gesünder als der unnatürliche Fersengang, den Schuhe mit einer festen Sohle erzwingen. Es unterbleibt beispielsweise der Stoß auf die Knochenkette. Weiterhin werden die Muskeln im Fuß wieder genutzt, so dass diese durchblutet werden und so die gesamte Durchblutung gefördert wird. Man spürt wieder den Boden unter den Füßen und bekommt diese z.B. durch kleine Steinchen massiert.

Durch die bessere Durchblutung sind die sockenartigen Schuhe im Winter auch nicht kalt. Die flexible Sohle schützt vor Verletzungen durch Glasscherben oder Ähniches. Die Reinigung der Schuche erfolgt einfach in der Waschmaschine.

Unsere Teilnehmerin Johanna Schießer vertreibt die Barfußschuhe von Leguano.
Ergänzender Buchtipp: Ballengang - Rückenschmerzen und Haltungsschäden vorbeugen von Prof. Dr. Greb

Längere Reisen unternehmen

Markus Bodenmüller plädiert für längere Reisen. Er hat Anfang des Jahres sechs Wochen in Indonesien und Bali mit "Rumreisen" verbracht. Er empfiehlt, häufiger solche längeren Auszeiten zu machen. Aber: Das muss der Arbeitgeber mitmachen. Und als Freelancer ist das auch nicht ohne weiteres möglich. Er überlegt daher gerade sich in eine "größere Struktur" einzubetten, um das leichter zu ermöglichen. Eventuell bietet es sich an, das Reisen auch mit Arbeiten vor Ort zu kombinieren.

Ein anderer Teilnehmer steuern den Tipp zum langsameren Reisen auf Containerschiffen bei, weil dies eine sehr günstige Art sei zu reisen. Andere wiedersprechen dem, das es wohl nicht so günstig sei wie allgemein angenommen.

Ergänzend dazu der Verweis auf die FAQ zum digitalem Nomadentum (PDF zu einer andere Session), wo unter anderem auch günstiges Reisen besprochen wird.

Buchtipp: Gefühle - Eine Gebrauchsanweisung

Julian Kea empfiehlt uns das Buch "Gefühle - Eine Gebrauchsanweisung" (auch als Hörbuch verfügbar). Darin werden unsere grundlegenden Gefühle (Wut, Angst, Trauer, Freude, Scham) vorgestellt und die Kräfte, die hinter ihnen stehen. Durch den entsprechenden Umgang mit den Gefühlen stehen dabei auch diese Kräfte wieder zur Verfügung, beispielsweise jene, die bei Angst eine Flucht oder Angriff ermöglichen würde.

Anders sehen, anders gehen

Annette Leeb spricht sich für das Brechen mit Gewohnheiten beim Sehen und Gehen aus. So kann man zum Beispiel die Brille absetzen und dabei bewusst in Kauf nehmen, nicht alle Dinge klar zu sehen. Beim Gehen kann man bewusst andere Wege, Umwege oder Seitenstraßen benutzen, um Neues zu sehen.

Dominik Brunner verweist ergänzend auf die Lochbrille. Dies ist eine schwarze Brille mit einem Lochraster darin. Diese dient dem Augentraining und hilft scharf zu sehen ohne dabei wie eine normale Brille immer auf einen Punkt auf der Netzhaut zu fokussieren.

Willi Schroll verweist auf den Begriff des "Flanierens", der heute eher unüblich geworden ist. (Sowohl als Wort als auch das Flanieren selbst durchzuführen.)

Mehr trinken!

Martin Glanert spricht sich für mehr Trinken im Alltag aus. Er hat sich gemäß der 80/20-Regel (sein Buchtipp am Rande ist "Das 80/20 Prinzip: Mehr Erfolg mit weniger Aufwand") gefragt, was eine minimale Alltagsintervention sein könnte. Seine Antwort ist mehr Wasser ohne Kohlensäure trinken. Denn die meisten von uns trinken viel zu wenig. Empfehlungen variieren von 2 bis 3 Litern pro Tag.

Er setzt dies um, indem er nach dem Aufstehen erst mal 4 Gläser Wasser (etwas weniger als 1 Liter) trinkt. Tagsüber nutzt er die Pomodoro-Technik, wobei er in jeder Pause ein Glas Wasser trinkt. Dies hat eine deutliche Verbesserung seiner geistigen Leistungsfähigkeit und seines Gemüts zur Folge.

Buchtipp: Psychologie der Visionen

Dominik Brünner empfiehlt uns das Model Psychologie der Visionen von Chuck Spezzano. Hierzu insbesondere das Buch "Emotionale Reife - Die Heilung der Gefühlswelt". Dies ist eine konsequente Umsetzung des Konstruktivismus: Für alles was mir begenet übernehme ich zu 100% die Verantwortung. Nur dann habe ich die Möglichkeit zu entscheiden, was ich damit mache. Nur dann kann ich selbst agieren statt zu reagieren.

Vergleiche auch die Wortbedeutung: response-ability = Die Möglichkeit zu Antworten/Reagieren, vergleichbar im Deutschen mit Ver-antwort-ung.

Jan Theofle verweist auf Parallelen zu dem hawaianischen Hoʻoponopono.

Die Teilnehmer der Session sind sich einig, dass alle Bücher von Chuck Spezzano sehr empfehlenswert sind.

U.Lab Kurs von Otto Schamer

Willi Schroll empfiehlt Theory U und den damit verbundenen kostenlosen Online-Kurs U.Lab von Otto Schamer. An diesem sechswöchigen Kurs haben bereits etwa 28.000 Menschen teilgenommen. Es geht dabei um ein Prozesse, die zu echten Veränderungen führen. Sowohl für einen selbst, als auch das eigene Geschäft und die Gesellschaft. 

Es gibt lokale Hubs, unter anderem in Berlin, bei denen sich Teilnehmer persönlich treffen.

Foto: Willi Schroll
Zusammenfassung: Jan Theofel
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