Teinehmerprofil

Beruf

MOVING COMPANIES
Grafikdesign

Teilnahmen

Berlin Herbst 2016

Profil von Tina Wende

Wer bist Du und was machst Du?

Mein Name ist Tina Wende. Ich bin Grafikdesignerin und Geschäftsführerin von MOVING COMPANIES. Momentan unterrichte ich zudem Kommunikationsdesign am Lette-Verein in Berlin.

Mit meinem Unternehmen MOVING COMPANIES biete ich das klassische Grafikdesign an – mit all seinen Disziplinen. Und unterstütze Sie dabei Merkmale und Besonderheiten Ihres Unternehmens zu erkennen. Vor der eigentlichen Gestaltung nehmen wir uns Zeit und erarbeiten gemeinsam, wo die Bedürfnisse Ihres Unternehmens liegen und was tatsächlich gebraucht wird.

Wie wünschst du dir die Zukunft der Arbeit?

Ich wünsche mir, dass wir uns weniger nur über die Arbeit definieren und lernen loszulassen, abzugeben, zu delegieren sowie Vertrauen lernen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und vor allem Beteiligung an Prozessen und Entscheidungen möglich machen. Es geht nicht mehr um die alleinige Autorenschaft: Das habe ICH gemacht, dass habe ICH geschafft, sondern es geht neben der Produktion und Qualität um ehrlichen und fairen Umgang.

Ich wünsche mir, dass Arbeit in der Zukunft für alle möglich ist. Dass wir denen eine Chance geben, die für längere Zeit nicht in Arbeitsprozessen standen. Das wünsche ich mir für die vielen geflüchteten Menschen, denen in den Flüchtlingsunterkünften die Decke auf den Kopf fällt und die mentale Stärkung so dringend brauchen.

Das wünsche ich mir aber auch für Frauen mit Kindern und unterstütze das Jobsharing. Hier geht es nämlich nicht darum, dass wir den Frauen eben diese Jobs geben, die bis 15.30 Uhr abgeschlossen sein können und es auch niemandem auffällt, dass die Kollegin am Nachmittag nicht mehr da ist. Sondern, dass Frauen mit Kindern große Projekte stemmen, Verantwortung übernehmen, sich aber diese Aufgabe öffentlich und offensiv zu 50 % teilen.

Wie wünschst du dir das (Zusammen-)Leben in Zukunft?

Ich wünsche mir, dass wir die Mauern in Europa öffnen, dass endlich dieses Sterben, Ertrinken und Leiden aufhört. Und dass die Regierungen parallel Syrien, Albanien, Eritrea und die vielen anderen Ländern stärken, unterstützen, helfen, um das Leben dort wieder lebenswert zu machen.

Leben und Arbeiten gehören zusammen weil …

uns beide Bereiche glücklich machen können. Arbeit füllt uns aus. Wir können hier intellektuell oder handwerklich unsere Stärken und Potenziale entfalten. Was ich persönlich beim Wäsche waschen oder Suppe kochen erst einmal nicht so empfinde. Wenn die Balance stimmt, sind wir glücklich.

Was fasziniert dich am LifeWorkCamp und/oder allgemein an Barcamps?

Manchmal vermisse ich dieses alte Veranstaltungsformat, wo man sitzt und frontal beschallt wird : ) Es ist einfacher. Bar Camps, Open Space sind richtig viel Arbeit, man kann sich nicht hinter seinem Vordermann verstecken. aber dafür ist man mit seiner Persönlichkeit viel mehr dabei und auch hier: Es gibt nicht mehr die alleinige Autorenschaft: Ich sage dir jetzt mal, wie es richtig geht. Sondern vielmehr: Lasst es uns zusammen machen.