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Beruf

ADFC Landesverband Baden-Württemberg
Verkehrsplanerin

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Teilnahmen

Stuttgart 2013

Profil von Silvia Körntgen

Wer bist Du und was machst Du?

Ich bin Familienfrau, Verkehrsplanerin, Sinn-Suchende …. und noch vieles mehr.

Geld verdiene ich als Verkehrsplanerin. Schon während meines Geographie-Studiums hat mich dieses Themenfeld sehr interessiert; auch damals schon die Unterschiede im Mobilitätsverhalten von Frauen und Männern vor dem Hintergrund der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung. Das war in den 1980er Jahren noch ziemliches Neuland für die meist männlichen Verantwortlichen in Planung und Politik. Die Verkehrsplanung konnte als Mitarbeiterin an der Uni Kaiserslautern und in Ingenieurbüros vertiefen. Meine Dissertation (bei den Bauingenieuren) habe ich über die Mobilität von Frauen im ländlichen Raum verfasst.

Seit 2005 bin ich beim ADFC Landesverband Baden-Württemberg für das Radfahren zum Arbeitsplatz zuständig: für die Gesundheitskampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“ und für die Beratung von Arbeitgebern, die Verbesserungen für ihre radelnden Beschäftigten (und die, die es noch werden wollen) erreichen möchten. Zum „Fahrrad“ gesellen sich noch der öffentliche Personennahverkehr und die Planungsbeteiligung als meine beruflichen Schwerpunktthemen.

Energie bekomme ich durch gute Beziehungen. Innerhalb meiner Familie, im Freundeskreis und auch in der beruflichen Arbeit. Bei den beruflichen Beziehungen ist es vor allem das Gefühl „in die gleiche Richtung zu radeln“ und z.B. Arbeitgeber mit Interesse und sinnvollen Empfehlungen begleiten zu können.

Leben und Arbeiten gehören zusammen weil …

Leben und Erwerbsarbeit gehören für mich zusammen. Dabei bin ich sehr dankbar, dass ich nach meinen Neigungen und Interessen berufstätig sein kann. Auch die Rahmenbedingungen meiner Arbeit (Home-office, zeitliche Flexibilität, Teilzeit, trotzdem auch unterwegs sein und spannende Leute und Firmen kennenlernen) sind super. Das ist für mich Luxus.

Mein Traum für die Zukunft ist eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das beinhaltet die Wahlfreiheit für Frauen und Männer, wie intensiv sie sich dem einen und/oder anderen widmen möchten. Zentrales Thema hierbei ist, dass durch die Entscheidung, keine Nachteile entstehen. Weder gesellschaftlich, noch finanziell (Rente) und auch nicht für die berufliche Karriere. Familienarbeit soll als wichtige gesellschaftliche Arbeit und als wichtige Qualifikation für das Berufsleben anerkannt werden.