Teinehmerprofil

Beruf

PolyMedics Innovations GmbH
Mitarbeiterin im Bereich Logistik & Export

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Teilnahmen

Stuttgart 2013

Profil von Natali Haug

Wer bist Du und was machst Du?

Aktuell bin ich Angestellte in einem Medizintechnik Unternehmen im Kreis Esslingen, wo ich mich um Sekretariat, Auftragsbearbeitung und Logistik kümmere.

Von 2010 bis Mitte 2013 habe ich mit meinem Partner Matthias (@Zellmi) in der Kommune Waltershausen in Thüringen gelebt. Einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit ca. 15 Personen und immer einem Haufen Gästen im Haus. Dort habe ich als Keramikerin gearbeitet, am Aufbau der Kommune mitgeholfen und Interessierten in Wochenend-Seminaren oder Mitmach-Wochen unser Projekt vorgestellt. (Weitere Informationen zu politischen Kommunen in Deutschland: Kommuja-Netzwerk)

Ich habe ein geisteswissenschaftliches Studium der Anglistik und Kulturwissenschaft an der Uni Marburg absolviert und danach als Redaktionsassistentin in Winnenden gearbeitet.

Mich treibt der schlichte Wunsch an, ein gutes Leben zu führen. Was ich darunter verstehe, hat mit einem nachhaltigen Lebensstil, mit Beziehungspflege und einer gesunden Balance aus Anstrengung und Phasen der Ruhe zu tun. Um gut in etwas zu sein, muss mich die Sache interessieren und fordern. Dann macht sie Spaß, weckt meinen Ehrgeiz und fühlt sich nicht mehr als (Erwerbs-)Arbeit an.

Leben und Arbeiten gehören zusammen weil …

… so wie das Ein- und Ausatmen zusammengehören. Beim Barcamp Stuttgart dieses Jahr war ich bei zwei Sessions, die sich um das Thema sinnvoller Arbeit drehten. Es ging darum, mit den eigenen Fähigkeiten anderen Menschen zu helfen.

Mir scheint, es gibt in unserer Gesellschaft – zumindest bei ein paar Leuten – die Sehnsucht, mit dem eigenen Können nicht einfach nur Geld zu verdienen sondern etwas zu bewirken. Zu dieser Gruppe zähle ich mich auch. Warum? Das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, in Verbindung mit anderen Menschen getreten zu sein, kann dem eigenen Leben einen Sinn geben. Was dieses Gute ist, kann für jede Person sicher etwas anderes bedeuten.

Auf jeden Fall gibt es auf dieser Welt unheimlich viele Dinge, die dringend umgesetzt werden müssten, die sich auf das Leben der Menschen oder den Zustand der Natur positiv auswirken würden. Doch meist ist die Bezahlung dafür unterirdisch oder nicht existent. Keine „richtige“ Erwerbsarbeit in dem Sinne.

Ich wünsche mir, dass in unserer Gesellschaft nach und nach ein Bewusstseins für dieses Ungleichgewicht entsteht und sich mehr Menschen grundlegende Fragen stellen. Darüber, was ein gutes Leben ausmacht, was Luxus ist, welchen Stellenwert Arbeit – reproduktive wie die zum Broterwerb - in unserem Leben einnimmt.