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Freiberuflicher Projektleiter in Forschung, Lehre und Praxis.

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Stuttgart 2013

Profil von Eberhard Huber

Wer bist Du und was machst Du?

Eine kurze Vorstellung ist ein kniffliges Anliegen. Ich bin immerhin schon ein halbes Jahrhundert alt.

Beruflich komme ich aus den Naturwissenschaften, habe Physik mit den Schwerpunkten Astro-, Kern- und Plasmaphysik studiert. Promoviert habe ich in Werkstoffwissenschaften. Die wissenschaftlichen Wurzeln versorgen mich bis heute mit einer gewissen Grundneugierde und dem Drang, alles zu hinterfragen.

Seit acht Jahren bin ich selbstständiger Projektleiter in Forschung, Lehre und Praxis. Das heißt, ich forsche in Sachen Projektarbeit, lehre gelegentlich an Universitäten oder coache andere Projektleiter. Um den Realitätsbezug nicht zu verlieren, rede ich nicht nur über Projektarbeit sondern arbeite in real existierenden Projekten. Um genau zu sein, verdiene ich mit der Praxis die Brötchen.

Projektarbeit ist auch der rote Faden durch die verschiedenen Stationen meiner beruflichen Laufbahn – hierfür ist wohl auch die Lust auf Neues verantwortlich. Zweimal bin ich bewusst von der Karriereleiter in großen Unternehmen abgestiegen, um etwas Neues zu beginnen bzw. Zeit für meine Familie zu haben.

Der Drang Neues zu beginnen scheint mir in die Wiege gelegt worden zu sein, deshalb engagiere ich mich in verschiedenen Initiativen. Sowohl bei openPM als auch der PM Camp Bewegung bin ich von Beginn an dabei.

Zu guter Letzt treibt mich noch ein gewisses Mitteilungsbedürfnis. Ich blogge seit vielen Jahren, einmal im projekt(B)LOG über Projektarbeit. Zum anderen in meinem privaten Blog über Kunst, Fotografie, Politik und anderes mehr. Im privaten Blog stehen auf der Seite „über den Schreiberling“ die folgenden Worte:

Mensch, Suchmaschine mit Sprachsteuerung (“Papa – hast Du meinen Schulranzen gesehen?”), Querdenker, Wissenschaftler, Dozent, manchmal Abenteurer, Projektleiter, Kunst-, Fotografie und Berg-Liebhaber, Hobby-Knipser, Fahrrad- und Bahnfahrer, Pfadfinder. Die kleine Pfadfinderseele treibt mich gelegentlich Texte zu schreiben, die meine Überzeugung von einer möglichen, besseren Welt zum Inhalt haben.

Damit soll der Vorstellung auch genug sein.

Wie wünschst du dir die Zukunft der Arbeit?

*Hmmm (wiege bedächtig den Kopf) Die Frage ist für mich nachrangig. Ich bin der Überzeugung, dass das verbrauchs- und wachstumsorientierte Wirtschaften in absehbarer Zeit am Ende sein wird. Über kurz oder lang werden alle Ressourcen richtig knapp werden. Ich sehe nur einen Ausweg.

Ein nachhaltigeres, kleineres, Energie- und Ressourcen-sparendes Wirtschaften. Damit wird eine Regionalisierung und einen Verkleinerung von Unternehmen einhergehen. In diesen kleineren Strukturen wird die projektartige Arbeit eine wichtige Rolle schließen. Damit schließt sich für mich der Kreis zu dem was ich zu Führung gesagt habe.

Empfehlung der Redaktion: Entspannt und gelassen führen - Eberhard Huber und Franziska Köppe im Gespräch

Leben und Arbeiten gehören zusammen weil …

Ich muss den Satz von vorne und von hinten ergänzen. „Ich wünsche mir eine Gesellschaft in der wir die begriffliche Trennung von Leben und (Erwerbs)-Arbeiten nicht mehr brauchen.“

Ich habe Arbeit bewusst um „Erwerb“ ergänzt. Es wird immer gelegentlich auch unangenehme Tätigkeiten geben, die sich als Arbeit bezeichnen lassen. Manche dieser Tätigkeiten werden mit Geld entgolten andere nicht.

Ich wünsche mir ein Leben, das von verschiedenen Arbeiten durchdrungen ist. Ich wünsche mir, dass die Überbewertung der „gut dotierten Erwerbsarbeit“ aufhört. Mir ist klar, dass das eine Utopie ist. Jedoch wünsche ich mir zumindest eine Gesellschaft, in der das „Wickeln eines Babys“ den gleichen Respekt erfährt wie das Führen eines Unternehmens.